Nachrichtenarchiv2005
Am 8. August 2005 gründeten Isabel Gorski-Grobe, 1. Vorsitzende, Maria-Theresia Gorski, 2. Vorsitzende, Marianne Hecke, Kassenwart, Claudia Kollmannsperger, Schriftwart, und 3 weitere Mitglieder den Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V., Sitz Greinöd 4, 94428 Eichendorf , um Straßentieren und anderen armen Tieren in der Karibik zu helfen durch Unterstützung von in der Karibik arbeitenden Tierschutzorganisationen und die Organisation von Kastrationsprojekten. Der Verein ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt und beim Finanzamt Deggendorf registriert unter der Steuernr. 108/111/20141. Die erste karibische Tierschutzorganisation, die vom Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. unterstützt wurde, war der RSP-Martinique, mit dem schon vor Vereinsgründung auf privater Basis tierschützerisch zusammengearbeitet wurde. 2006Thomas Busch, Gründer des Tierärztepools (www.tieraerzte-pool.de) wurde kontaktiert zwecks Durchführung von Kastrationsprojekten auf Martinique. Es stellte sich heraus, daß lt. französischem Gesetz (Code rural, L 214-6) als gemeinnützig anerkannte Tierschutzvereine und -stiftungen zwar das Recht haben, eine Einrichtung zu betreiben, um arme Tiere und Tiere mittelloser Leute kostenlos medizinisch zu behandeln, es muss sich dabei jedoch um eine permanent eingerichtete Tierklinik handeln, keine temporäre oder mobile Klinik. Die Mittel und Sponsoren für eine solche Klinik waren nicht vorhanden und so konnte der RSP-Martinique 2006 wie auch 2005 nur durch Adoptionen von 4 Hunden pro Jahr unterstützt werden. Das Jahr 2006 war überschattet vom Tod der 2. Vorsitzenden Maria-Therseia Gorski am 6. Oktober. Sie hinterließ auf dem Gnadenhof Greinöd 7 Hunde, 35 Katzen und einen Rehbock, für den jungen Verein eine schwere Aufgabe. Nur mithilfe Hilfe der Firma Futter für Tiere in Not (www.fftin.de) und der Spendenboxen, die die Firma Freßnapf in mehreren Filialen aufstellte, konnte der Nahrungsbedarf der Tiere sichergestellt werden. Regina Hinkelmann wurde zur neuen 2. Vorsitzenden gewählt. 2007Trotz der immensen finanziellen Schwierigkeiten, mit denen der Verein 2007 nach dem Tod seiner Vorsitzenden zu kämpfen hatte, um den Gnadenhof für die Vereinstiere zu erhalten, konnte im September ein Hundetransport gemacht werden, der vom Vorstand finanziert wurde. 4 Hunde, darunter Chabine (andere unter Erfolgsgeschichten), die der RSP zur Adoption von Martinique nach Paris schickte, wurden dort in Empfang genommen, wie bereits 2005 und 2006, und nach Deutschland transportiert. Dieses Mal hatte der Verein zum ersten Mal einen Wagen mit Fahrer zur Verfügung; in den Vorjahren war die 1. Vorsitzende mit dem Eurobus nachts von München nach Paris gereist, um die Hunde am Morgen in Orly zu übernehmen, den Tag mit ihnen im Bois de Bologne zu verbringen und mit dem Nachtzug nach Deutschland zu reisen. Sie sterben am Freitag!Am 11. November wurde die 1. Vorsitzende im Internet auf eine Todesliste mit 9 Hunden aufmerksam, die sich in der Fourrière im nordfranzösischen Bethune befanden und am 16. November wegen Überbelegung getötet werden sollten. Mit dem Aufruf "Sie sterben am Freitag" begann die Rettungsaktion. Innerhalb von 2 Tagen waren Pflegeplätze und Transportmöglichkeiten für die 9 Hunde organisiert. Womit keiner gerechnet hatte: Die französischen Tierschützer, die im Internet um Hilfe gebeten hatten, hatten kein Geld, um die von der Fourrière Bethune pro Hund geforderten Gebühren zu bezahlen. Wir auch nicht! Ein 2. Aufruf mit dem Titel "Müssen sie dennoch sterben?" wurde ins Internet gesetzt. Darin wurde gebeten, uns Geld zu leihen, das wir nach Erhalt der Schutzgebühr bei Vermittlung zurückzahlen würden. Der Aufruf hatte soviel Erfolg, daß statt der ursprünglichen 9 insgesamt.19 Hunde gerettet werden konnten, darunter auch 6 aus der benachbarten, in Belgien liegenden Fourrière Louvrière. Nun mußten eiligst neue Pflegeplätze und Transportmöglichkeiten organisiert werden. Am 24. November fand der Transport der 6 Hunde aus der belgischen Fourrière Louvrière statt, am 4. und 8. Dezember kamen 13 Hunde aus Bethune. Noch während die Aktion lief, wurde die Redaktion Ein Herz für Tiere darauf aufmerksam und bat um Informationen und Bildmaterial. Es dauerte bis zum Frühjahr 2008, bis diese 19 Hunde den Platz fürs Leben gefunden hatten. 2008In der Märzausgabe 2008 von Ein Herz für Tiere erschien dann der Artikel "Sie sterben am Freitag", der uns die ersten Spenden und Beitritte brachte. Ebenfalls im März ging unsere Homepage online, Webmaster ist Olaf Doschke, der über Marina Peper von uns erfuhr. Vom 21. - 25. April fand in Santo Domingo, Dominikanische Republik, die Karibische Tierschutzkonferenz statt, gesponsort von WSPA, Pegasus Foundation und anderen, großen, in der Karibik engagierten Tierschutzorganisationen. Die Konferenz wird seit 2000 in der Regel alle 2 Jahre, anfangs in Miami, danach auf jeweils unterschiedlichen Inseln, abgehalten. April 2008 nahmen 140 Repräsentanten von 70 Tierschutzorganisationen aus 29 karibischen Nationen teil, darunter auch unsere Freunde .vom RSP-Martinique. Die Konferenz wurde von uns mit Spannung verfolgt. Aus dem Material entstand die Seite Tierschutzkonferenz 2008. Uns fiel besonders der Appell der Asociación de los Amigos por los Animales de Sosúa auf, die Tierärzte aus aller Welt bat, als Volontäre zu kommen und zu helfen, damit ihre neue und gut ausgestattete Klinik ein Erfolg werde. Kontakte zu Tierärzten hatten wir seit Ende 2005, konnten sie aber wegen der fehlenden, vorgeschriebenen Klinik auf Martinique nicht einsetzen. Schnell wurde Kontakt aufgenommen zu der Asociación und zu Thomas Busch vom Tierärztepool und bald stand fest, daß unser erstes Kastrationsprojekt 2009 mit Thomas Busch und Ines Leeuw in der Dominikanischen Republik stattfinden würde. Bereits Ende 2007, als Sie sterben am Freitag lief, hatte uns der RSP gebeten, ihnen einen Teil ihrer überzähligen, dominanten Rüden abzunehmen. Am 1. März kam der erste, Monsieur Ulk, ein Ridgebackmischling, der von der Organisation Ridgebacks in Not (www.ridgeback-in-not.de ) übernommen wurde. Im Mai folgte dann unser bisher größter Transport von 7 Hunden aus Martinique nach Deutschland. Der große Transport (Download als Word Dokument oder PDF) Im Juni entstand die Seite Patenschaften, auf der das Patenschaftsprogramm 2 Euro im Monat vorgestellt wurde: 2 Euro im Monat können die Geburt eines Straßenhundes verhindern.Wir bitten Sie, uns zu helfen, dies zu verbreiten, unter Freunden, Verwandten, Bekannten… Gesucht werden 100 - 150 Leute, die eine Futterpatenschaft von nur 2 Euro im Monat übernehmen. Damit können wir rund ein Dutzend Hunde ernähren, die sonst vom RSP-Martinique nicht aufgenommen werden können. Wenn wir ein Dutzend Straßenhündinnen von der Straße nehmen, verhindern wir die Geburt von mindestens 100 Welpen jährlich. Und wenn 100 Leute diese Idee verbreiten helfen… Das französische Gesetz schreibt Tierschutzorganissationen die Einrichtung einer Tierklinik vor, um arme Tiere kostenlos behandeln und kastrieren zu dürfen. Ab 2010 werden wir auf Sponsorensuche für eine solche Klinik gehen. Doch bis zu deren Eröffnung ist unser 2 Europrogramm die einzige Hilfe, die für die Straßenhündinnen von Martinique existiert. Obwohl die angestrebte Zahl von 100 Paten bisher nie erreicht wurde, ist das Programm sehr erfolgreich und hat schon vielen Hunden geholfen, wie aus den Seiten Patenschaftsarchiv 2008, 2009 und 2010 hervorgeht. Im Juli wurden wir auf die EU Resolution des Bund gegen Mißbrauch der Tiere e.V. und des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. aufmerksam, für die diese beiden großen Organisationen 100.000 Unterschriften sammeln wollten für bessere Gesetze zum Schutz der europäischen Straßentiere. In den folgenden 4 Monaten verschickte die 1. Vorsitzende ca 10.000 mails in 4 Sprachen an Tierschutzorganisationen in der gesamten EU und den EU Anwartsschaftstaaten mit der Bitte, ihre Mitglieder aufzufordern, die EU Resolution zu unterzeichnen. In Folge entstand der Situationsbericht Dom/Tom "Da, wo Frankreich am schönsten ist…" (Download als Word Dokument oder PDF) und die Seite Aktuelles Europa, auf der Projekte zur Verbesserung der europäischen Tierschutzgesetze vorgestellt und unterstützt werden. Das ganze Jahr liefen die Spendenaufrufe für das Kastrationsprojekt 2009 mit Thomas Busch und Ines Leeuw. Wir finanzierten die Flüge der Tierärzte, die Asociación de los Amigos por los Animales de Sosúa übernahm Unterbringung und Verpflegung, der Kathryn Neal Animal Relief Fund, eine von der viel zu früh verstorbenen Kathryn Neal und der Vorsitzenden der A.A.A-S, Judith Liggio, zur Unterstützung der Asociación gegründeten Stiftung, maßgeblich am Klinikbau beteiligt, war für den medizinischen Bedarf zuständig. 2009Das Jahr unseres ersten Kastrationsprojekts!Die bereits 2008 begonnenen Vorbereitungen und Spendenaufrufe für das Kastrationsprojekt in der Dominikanischen Republik mit Thomas Busch und Ines Leeuw vom Tierärztepool liefen Anfang des Jahres auf Hochtouren; auf unserer Website entstand die Seite Aktuelles, auf der fortlaufend über den Stand der Dinge und später über den Einsatz berichtet wurde. Im März schied unsere 2. Vorsitzende Regina Hinkelmann aus gesundheitlichen Gründen aus. Claudia Rieß, die auch das Katzenhospiz des Tierschutzvereins Noris e.V. führt (www.katzenhospiz.de), wurde in das Amt gewählt. Am 8. Mai war der große Tag gekommen: Thomas Busch und Ines Leeuw flogen von Frankfurt am Main nach Puerto Plata. In den 3 Wochen ihres Aufenthalts operierten sie 254 Tiere. Nach seiner Rückkehr schrieb Thomas Busch den Bericht "Eine Reise in eine andere Welt", der auf der Seite des Tierärztepools und auf unserer website unter http://www.kreolischerhund.de/Reisebericht.php zu finden ist. In der Septemberausgabe von "Ein Herz für Tiere" berichtete Jutta Aurahs über den Einsatz. Wir konnten uns 2009 an 2 weiteren Kastrationsprojekten in der Dominikanischen Republik finanziell beteiligen; den Einsätzen von Dr. Diane Levitan im November und Dr. Frank Alfano im Dezember. Auf unserer Website entstand die Seite Kastrationsprojekte, auf der alle unsere Kastrationsprojekte zu finden sind. Auf unserem Vereinssitz, dem Gnadenhof Greinöd, wurde im Mai mit der Installation einer gesetzlich vorgeschriebenen Kleinkläranlage begonnen. Ermöglicht wurde dies durch die Spenden vieler Katzenfreunde, insbesondere aus dem Katzendiabetesforum von Helga Schoolmann. Im September zogen mit der alten Stute des Vereinsmitglieds Helga Bimesmeier und einem weiteren Pferd zum ersten Mal seit langen Jahren wieder Pferde auf Greinöd ein, um ihren Ruhestand zu genießen. 20102010 beteiligten wir uns finanziell an 2 Kastrationsprojekten in der Dominikanischen Republik; einem Einsatz von Dr. Diane Levitan im Januar und der ersten Lehrklinik in Sosúa, abgehalten im Juni von der kanadischen Tierärztin Dr. Clooney, die 2 junge dominikanische Ärzte und 4 Studenten in der "Kunst des Kastrierens" unterrichtete. Um auch den Einsatz deutscher Ärzte weiterhin finanzieren zu können, wurde ein neues Konzept erstellt: „Der Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. lädt alle Tierärzte ein, die sich vorstellen können, einen dem Tierschutz dienenden Arbeitseinsatz mit einem Karibikurlaub zu verbinden, sich an unseren Kastrationsprojekten in der Dominikanischen Republik zu beteiligen. Gesucht werden: Geboten wird: Kostenlose Unterbringung und Verpflegung für die Dauer des Kastrationsprojekts in der Dominikanischen Republik und die Zeit Ihrer Erholung danach mit der Möglichkeit, diese schöne Insel auf einzigartige Weise kennen zu lernen.“ Dieses Angebot wurde zusammen mit einem Portfolio von Fotoberichten über die Kastrationsprojekte, an denen wir bisher beteiligt waren, deutschlandweit an Tierkliniken und -praxen verschickt. Heike Müller aus der Kleintierklinik Bergstrasse in Heppenheim war die erste, die sich daraufhin meldete und im Juli/August nach Sosúa flog . Ihr folgte Tarek El Kashef aus der Klinik Duisburg-Asterlagen im November. Er begann seinen Einsatz zunächst in Santiago zur Unterstützung des ersten Kastrationsprojekt einer Schülerin von Dr. Clooney, ihrerseits Lehrkraft an der Universität Santiago, die wiederum ihre Studenten an dem Projekt beteiligte. Nach seiner Rückkehr schrieb Tarek El Kashef einen Bericht, der in der Januarausgabe Report 2011 von Absolut Hund veröffentlicht wurde und auch auf unserer Seite Kastrationsprojekte zu finden ist. Im Sommer wurde Kontakt zu dem Animalhouse, der einzigen Tierschutzorganisation auf Jamaika aufgenommen. Die beeindruckende Arbeit dieser Organisatkion wurde auf unserer Seite Aktuelles vorgestellt. Die Zusammenarbeit hinsichtlich Kastrationsprojekten wurde beschlossen; Beginn 2011. Auf Martinique hat die Zahl unserer Patenschaften stark zugenommen, was weniger dem Zuwachs an Paten als der zügigen Ausfuhr von Hunden zur Vermittlung nach Frankreich zu verdanken war. 5 Hunde kamen 2010 von Martinique nach Deutschland und wurden im Lauf des Jahres vermittelt.
Im Oktober wurde auf dem Vereinssitz die vorgeschriebene Kleinkläranlage fertiggestellt. Um den Gnadenhof und seine Tiere besser unterstützen zu können, entstanden 2010 auf unserer Website die Seiten Unser Vereinssitz und Alizé |